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Erste Hilfe
Mathematik

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Was ist das zentrale Problem für manche Kinder?

Alle meine Beobachtungen über nun fast 3 Jahre Förderung von Kindern mit besonderen Schwierigkeiten beim Rechnenlernen finden ihre Bestätigung in dem Buch von Michael Gaidoschik
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Lernschwierigkeiten in Mathematik -


"Warum wir nicht von Rechenschwäche und Dyskalkulie sprechen und was wir ab dem Kindergarten tun sollten"

Es geht in diesem Buch und hier auf dieser Webseite nicht um Probleme, die jede/r mal in Mathematik hat oder hatte. Ich kann mich auch immer noch an die eine oder andere Note im Gymnasium erinnern, die schon auch mal jenseits von "geht gerade noch so" war. Das lag dann vielleicht auch mehr an Bequemlichkeit und der inneren Überzeugung, dass man das was in Mathematik verlangt wird, immer noch irgendwie hinbekommt und weniger an grundsätzlichen Verstehensproblemen. Hier soll es nicht um die Probleme gehen, die jeder mal mit dem Fach hat und hatte, sondern um scheinbar tiefer sitzende Probleme bei betroffenen Kindern, die sie alleine nicht aus einem scheinbar unüberwindbaren Tunnel herauskommen lassen.

Welche Probleme fallen bei diesen Kindern gleich auf?  

Alle diese Kinder haben als zentrale Vorgehensweise das Zählen recht schnell perfektioniert, rauf, runter ("runter" - sprich minus - weniger gern, aber auch so einigermaßen) und sehr oft alles immer wieder von vorne. Warum machen Kinder das? Ganz einfach - weil sie es schnell gelernt haben, es schnell für sicher erachtet haben und weil sie damit im Zahlenraum bis 10 allemal richtige Ergebnisse hinbekommen haben. Also warum es dann anders machen!?

Durch das Abzählen verstehen Kinder eine Zahl als bestimmte Stelle in einer Reihe.

Sie agieren dabei so, als ob statt einem Namen ein bestimmter Hund eben eine Zahl zum Unterscheiden hat. Der 6. Hund bekommt die Zahl 6. Dass er und die  5 Hunde vor ihm in der Reihe zusammen 6 Hunde sind ist für diese Kinder nicht das Wesentliche. Sie sind durch ständiges Abzählen "reihenfolgegeprägt" und besitzen keine echte Mengenvorstellung. (Wie viele Hunde sind es denn bis zu dem Hund insgesamt ist nicht die Frage, sondern welche Nummer bekommt der Hund an der Position Nr. 6?)

Die Erkenntnis, dass Zahlen aus anderen Zahlen zusammengesetzt und in andere Zahlen zerlegt werden können, schafft erst die Voraussetzung dafür, damit rechnerisch umgehen zu können. Man erkennt das leicht daran, dass manche Kinder das Ergebnis einer Aufgabe wie 11 - 9  nicht durch den Unterschied der beiden Zahlen erkennen oder die Fähigkeit haben, die 11 in die 9 und die 2 zerlegen zu können. Dieses fehlende Grundverständnis lässt später dann auch Aufgaben wie 61 - 59 nur als schwer lösbar erscheinen.

7 ist im Wesentlichen nicht das was nach 6 in der Zählreihe kommt, sondern kann in verschiedene Teile ( 6 und 1; 5 und 2; 4 und 3 .....) zerlegt werden. Wer dieses Denken in Zahlzerlegungen nicht zunehmend versteht und automatisiert (nicht nur auswendig lernt!) wird vom ZÄHLEN nicht wegkommen. 

Dazu kommt dann nach dem ersten Zehner die erste Nutzung des dezimalen Stellenwertsystems mit den Zahlen von 10 - 20. Für manche Kinder sind das einfach 10 neue Symbole für 10 neue Zahlen. Die Zusammenhänge, das es darauf ankommt wo die 1 steht in den 10 neuen zweistelligen Zahlen, links oder rechts, an der Zehner- oder Einerstelle, hat für sie keine echte Bedeutung. Bündeln und Entbündeln wird genacht, aber nicht echt verstanden. 

Schneller Kontakt per Mail

Beschreiben Sie bitte kurz Ihr Kind (auch die Klassenstufe) und sein Problem mit dem Rechnen und der Mathematik. Ich melde mich dann schnellstmöglich bei Ihnen.

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